1879 – Die Gründung
Die Freiwillige Feuerwehr Adldorf wurde am 1. April 1879 gegründet.
Zum Vorsitzenden wurde Johann Nepomuk Jahrstorfer aus Wannersdorf gewählt, das Amt des 1. Kommandanten übernahm Sebastian Niedermayer aus Adldorf.
Die Gründerväter wählten den Leitspruch „Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr“, der bis heute bei der Stützpunktfeuerwehr Adldorf seine Geltung hat.
In den vergangenen über 130 Jahren meisterten die Wehrmänner mit großer Energie, Idealismus, Nächstenliebe und Strebsamkeit zahlreiche Aufgaben und Einsätze.
Die ersten Jahre – Handspritze und Ausrüstung
Mit der Brauerei Graf Arco fanden die Gründungsmitglieder einen großzügigen Gönner. Die Brauerei kaufte der Wehr eine fahrbare Handspritze, mit der 17 Jahre lang Brände in Adldorf und der näheren Umgebung bekämpft wurden.
1896 – Neue Saug- und Druckspritze
Im Jahr 1896 kaufte die Wehr von der Firma Paul Ludwig aus Bayreuth für 1.560 Reichsmark eine fahrbare Saug- und Druckspritze.
Diese Anschaffung war nur durch die großartige Unterstützung der Bevölkerung möglich. Doch mit der neuen Spritze war es nicht getan: Zu einer gut ausgestatteten Feuerwehr gehörte auch die entsprechende persönliche Ausrüstung.
So beschaffte man im Jahr 1903 Uniformen für alle aktiven Wehrmänner.
1905–1916 – Fahne und neue Ausrüstung
1905 entschieden sich die Adldorfer Floriansjünger, eine neue Feuerwehrfahne anzuschaffen. Leider wurde diese bereits am 31. Dezember 1906 beim Brand im Schloss zerstört.
Drei Jahre später, im Jahr 1909, stiftete Adelheid, Gräfin von Arco auf Valley, der Feuerwehr eine neue und noch schönere Fahne.
Im Jahr 1916 entschloss man sich zum Kauf einer Steigleiter mit einer Steighöhe von 14 Metern.
In den folgenden Jahren wurden Uniformen, Schläuche und weitere Ausrüstungsgegenstände stetig ergänzt und erneuert.
1923–1945 – Kommandant Johann Papstmann
Bei der Generalversammlung im Jahr 1923 wurde Johann Papstmann aus Adldorf zum 1. Kommandanten der Wehr gewählt. Dieses Amt übte er bis 1945 mit großer Tatkraft aus.
Seit 1933 war Papstmann außerdem Kreisbrandinspektor für den damaligen Landkreis Landau. Von 1934 bis 1962 war er zudem Vorsitzender des Feuerwehrvereins.
1926 – Eine Motorspritze für Adldorf
Im Jahr 1926 kaufte die Wehr eine neue Motorspritze für 6.000 Reichsmark. Sie war zu dieser Zeit die erste ihrer Art im gesamten Vilstal.
Mit dieser Motorspritze rückten die Wehrmänner ganze 36 Jahre lang zu ihren Einsätzen aus.
1962 – Das erste Löschgruppenfahrzeug
Ein wichtiger Meilenstein in der Geschichte der Feuerwehr Adldorf war das Jahr 1962: Das erste Löschgruppenfahrzeug LF 8 wurde angeschafft.
Das Fahrzeug vom Typ Opel Blitz stellte für die damalige Zeit einen bedeutenden Fortschritt dar und begleitete die Wehr bei ihren Einsätzen.
Vorsitzende ab 1962
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1962–1968: Georg Fischhold
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1968–1972: Karl Steinbeißer
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1972–1995: Ludwig Pleintinger
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1995–2008: Josef Leher
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ab 2008: Robert Dullinger
1945–1974 – Wechsel bei der Kommandantur
Nach Johann Papstmann wurde 1945 Johann Egger zum 1. Kommandanten gewählt. 1955 übergab er das Amt an Jakob Sicheneder.
1957 wurde Johann Thalhammer zum 1. Kommandanten gewählt und hatte dieses Amt fünf Jahre inne.
1962 übernahm Xaver Plankl die Führung der aktiven Wehr. Im Jahr 1972 wurde Xaver Steinbeißer zum 1. Kommandanten gewählt.
1974–1989 – Ausbau und neues Gerätehaus
Im Jahr 1974 übernahm Ludwig Thalhammer das Amt des 1. Kommandanten.
Während seiner Amtszeit wurde die Feuerwehr weiter modernisiert. 1982 wurde der Ankauf eines neuen Löschgruppenfahrzeuges LF 8 eingeleitet.
Ein weiterer wichtiger Meilenstein folgte 1984 mit dem Bau des neuen Feuerwehrgerätehauses, an dem Ludwig Thalhammer maßgeblich beteiligt war.
Im Jahr 1989 wurde Ludwig Thalhammer zum Kreisbrandinspektor gewählt und später sogar zum Kreisbrandrat.
Ab 1989 – Die Drehleiter kommt nach Adldorf
Ab 1989 übernahm Johann Jahrstorfer (Fippo) das Amt des 1. Kommandanten.
Ein bedeutender Schritt für die technische Ausstattung der Stützpunktfeuerwehr folgte 1990: Die Feuerwehr Adldorf kaufte ein gebrauchtes Drehleiterfahrzeug DL 16/4 von der Feuerwehr Landau.
Damit erweiterte sich das Einsatzspektrum der Adldorfer Wehr deutlich.
Ab 2001 – Moderne Einsatztechnik
Seit 2001 leitete Walter Zinner die aktive Mannschaft der Feuerwehr Adldorf.
In seine Amtszeit fielen wichtige Investitionen in die technische Ausstattung der Stützpunktfeuerwehr.
2002 – DLK 18/12
Im Jahr 2002 wurde die neue Drehleiter DLK 18/12 angeschafft und löste die bisherige DL 16/4 ab.
2006 – LF 10/6
Im Januar 2006 folgte die Anschaffung des Löschgruppenfahrzeuges LF 10/6.
Damit wurde die technische Ausstattung der Feuerwehr erneut an die Anforderungen moderner Feuerwehreinsätze angepasst.
Seit 2019 – Neue Führung und moderne Einsatztechnik
Im Jahr 2019 übernahm Arthur Wimmer das Amt des 1. Kommandanten der Freiwilligen Feuerwehr Adldorf.
2020 – Neues LF 20
Ein weiterer wichtiger Meilenstein in der Geschichte der Stützpunktfeuerwehr war das Jahr 2020. Seit diesem Jahr ist in Adldorf ein modernes Löschgruppenfahrzeug LF 20 stationiert.
Das LF 20 bietet mit seiner umfangreichen Ausstattung und einem Löschwasservorrat von 3.000 Litern sowie 200 Litern Schaummittel optimale Voraussetzungen für eine Vielzahl von Einsatzlagen. Zusätzlich gehört ein 5.000-Liter-Faltbehälter zur Ausstattung.
Mit der Stationierung des neuen LF 20 wurde das bisher in Adldorf eingesetzte LF 10/6 zur Freiwilligen Feuerwehr Hartkirchen verlegt.
Damit verfügt die Feuerwehr Adldorf heute über eine moderne und leistungsfähige Fahrzeugausstattung, zu der neben dem LF 20 auch die DLK 18/12 gehört.